Review “Bevor ich dich sah” (Before I See You) by Emily Houghton

Hello, hello, hello.

Who is she, uploading blog posts regularly?

Today we’re dealing with a book that I was kindly sent for review by publisher, but you guys know at this point that my opinions are always 100% mine and honest.
As with all my bilingual reviews, we’re gonna start off with the German one, because I read the book in German, but I will include both a summary as well as an English version of my review at the end of this post.

I do want to preface this review with a short disclaimer and some trigger warnings (I will repeat it again in the individual reviews, but just to be sure). Disclaimer: This review will include some spoilers because I can’t fully review it this time around without spoilers. Also, this review is a very subjective one because I relate to some of the aspects I’m criticising on a very personal level. Trigger Warning: Trauma, Death, Injury, Mental Health Issues, Suicidal Intentions and Grief.

Now, with that out of the way, let’s switch to German and talk about this book.

Rezension “Bevor ich dich sah” von Emily Houghton

“Als Alice Gunnersley ausgerechnet das Krankenhausbett neben dem immer gut gelaunten Alfred Mack zugeteilt wird, kann sie ihr Pech kaum fassen. Denn während Alfie in einer Tour quasselt, will Alice einfach nur ihre Ruhe haben. Seit sie mit schweren Verbrennungen ins St.-Francis-Hospital eingeliefert wurde, spricht sie mit niemandem, vermeidet jeden Blick in den Spiegel und hält den Vorhang, der ihr Bett vom Rest der Station trennt, fest verschlossen. Als sie eines nachts jedoch hört, wie Alfred heftige Albträume quälen, wird ihr klar, dass sie nicht die einzige ist, die mit ihrem Schicksal hadert. Von nun an teilen sie Nacht für Nacht ihre Ängste und Sorgen miteinander. Gemeinsam stellen sie fest, dass es in Ordnung ist, wenn das Leben mal nicht in Ordnung ist. Dass die unsichtbaren Verletzungen oft mehr weh tun als die sichtbaren. Dass die Welt da draußen manchmal mehr Mut erfordert als ein Krankenhausaufenthalt. Und dass man sich in einen Menschen verlieben kann, ohne ihn je gesehen zu haben…”

Zu allererst muss ich auf die fehlenden Triggerwarnings eingehen. Ich persönlich brauche sie nicht, aber ich bin in letzter Zeit immer mehr darauf aufmerksam geworden, wie wichtig Hinweise auf traumatische Themen sind und wie schädlich es für manche Leser*innen sein kann, wenn diese nicht hinzugefügt werden. Ein einfacher Verweis auf die letzte Seite auf der man die Themen nachschauen kann, wenn man möchte, wäre hier definitiv angebracht gewesen. Tod, Trauer, detailierte Beschreibungen von Verletzungen, Kindheitstrauma, psychische Krankheit und Selbstmordabsichten sind nur einige der Themen die meiner Meinung vielleicht eine Trigger oder Content Warning verdient hätten.
Soviel schonmal dazu.

Wenn wir jetzt aber zu dem besten an dem Buch kommen wollen. Das war für mich definitiv die Basic Storyline. Die Beziehung zwischen Alfie und Alice entwickelt sich so organisch und herzerwärmend und ich musste während dem lesen immer wieder laut lachen, da mich die Interaktionen zwischen den beiden wirklich amüsiert hatten. Darüber hinaus war es sehr erfrischend eine Beziehung pur darauf aufzubauen, dass die Charaktere sich nach und nach mochten und nicht darauf, dass sie sich zuerst attraktiv fanden. Die Nebencharaktere waren so unterhaltsam und haben die Geschichte wirklich total schön abgerundet und dem Ganzen mehr Tiefe verliehen.

Wenn man also nur die Liebesgeschichte betrachtet, war es ein voller Erfolg. Allerdings muss ich aus persönlichen Gründen jetzt noch auf ein paar Dinge eingehen, die mir das Leseerlebnis leider ein wenig getrübt haben. Durch das ganze Buch zieht sich diese merkwürdige, in meinen Augen schädliche, Einstellung der Psychotheraphie gegenüber. Jedes Mal wenn ein Charakter auf die Möglichkeit in Therapie zu gehen angesprochen wird, kommen abfällige Bemerkungen oder Hinweise darauf, wie unnötig das doch wäre. Es gibt Stellen in dem Buch in dem Alice ganz eindeutig sagt, dass sie sich umbringen möchte und anstatt ihr mit psychischer Unterstützung zu helfen wird ihr ein Schönheitschirurg gebracht. Ich möchte hier kein Urteil darüber fällen, wie eine einzelne Person zu Therapie steht. Ich kann nur auf meine eigenen Erfahrungen zurückgreifen und deshalb sagen, dass diese Einstellung für mich persönlich höchst unangenehm war. Wäre es nur ein Kommentar gewesen, hätte ich es wahrscheinlich auch noch ignorieren können, aber die Tatsache, dass das ganze Krankenhaus einen Bogen um das Thema macht, schien mir schlichtweg unrealistisch. Die Tatsache, dass Alfie in eine tiefe Depression versinkt in dem Moment in dem er das Krankenhaus verlässt ist nur einer der Momente, der für mich die Anwesenheit von einem Therapeuten oder zumindest einem Gruppentreffen etc. gefordert hätte.

Damit kommen wir auch schon zum Ende des Buchs, dass ich unbeding auch aus dem oben genannten Grund ansprechen möchte. Mal abgesehen davon dass das Ende super schnell und unbefriedigend war, war Alfies Besuch bei einem Therapeuten wieder so belastet von Scham und Widerwillen, dass ich diesen “kleinen Sieg” überhaupt nicht gut heißen konnte.

Wie gesagt, das ist alles super persönlich, und ich kann nur zu einem gewissen Grad nachvollziehen, wie sich solch ein traumatisches Erlebnis anfühlen muss und dass man dann vielleicht widerwillig ist, die eigenen psychischen Probleme einzusehen. Aber in solchen Momenten muss man hoffen, dass Familie, Freunde oder behandelnde Ärzte die richtigen Fragen stellen oder einen schlichtweg zur Therapie zwingen.

Alles in allem ist es für mich sehr schwer, dieses Buch zu bewerten, da ich die Liebesgeschichte wirklich super fand und Alfie und Alice als Charaktere geliebt habe, aber es gab einfach zu viel, was mich während dem Lesen gestört hat, weshalb ich am Ende bei 3,5 von 5 Sternen gelandet bin und euch einfach bitten würde, das Buch mit Vorsicht selber zu lesen, wenn es euch denn anspricht. Wie gesagt, es geht nicht darum, dass ich das Buch nicht mochte, es war sehr unterhaltsam, super romantisch und hatte zum Teil wirklich gute Denkanstöße, aber das Mental Health Thema und die fehlenden Trigger Warnings waren doch sehr ausschlaggebend in der Bewertung.

Review Before I Saw You by Emily Houghton

“Alice Gunnersley and Alfie Mack sleep just a few feet apart from one another. They talk for hours every day. And they’ve never seen each other face-to-face.
After being in terrible accidents, the two now share the same ward as long-term residents of St. Francis’s Hospital. Although they don’t get off to the best start, the close quarters (and Alfie’s persistence to befriend everyone he meets) brings them closer together. Pretty soon no one can make Alice laugh as hard as Alfie does, and Alfie feels like he’s finally found a true confidante in Alice. Between their late night talks and inside jokes, something more than friendship begins to slowly blossom between them.
But as their conditions improve and the end of their stay draws closer, Alfie and Alice are forced to decide whether it’s worth continuing a relationship with someone who’s seen all of the worst parts of you, but never seen your actual face.
A tender novel of healing and hope, Before I Saw You reminds us that connections can be found even in the most unexpected of places—and that love is almost always blind.

I need to start this by saying that on the surface this is a beautiful romance with a lot of important discussions around love and appearances. It is a super quick read. I loved the characters and the quirky conversation, which made me laugh out loud at times. Both the main characters and the side characters had unique voices and were like actual people.
The trauma and grief felt so real to me, it was definitely an emotional one (I shed a few tears while reading) and I felt very connected to the two main characters with their individual voices.
I’m torn because I want to love it for its emotions,  for its message of loving someone without seeing them and the easy style of writing, even if it wasn’t super fast moving.

HOWEVER: I’m not sure I felt comfortable with the shame in this book (I’m not entitled to talk about disability or ableism, I’m referring to the mental health aspect. Also this is SUPER subjective, so feel free to respectfully disagree with me or share your experience).
Both of these characters have suffered awful traumatic accidents but whenever someone talks about therapy it is brushed off as “unneccessary”. There is so much shame surrounding even the general idea of talking to a therapist, that the idea of lying to your mental health specialist is at first perpetuated as a good solution. It also felt so unrealistic that they wouldn’t have mandatory therapy just like they had mandatory physical therapy.
It was difficult for me to read because I kept wondering why they didn’t talk to someone about what they were suffering with? I know from experience it’s easy to ignore your problems and not acknowledge that you might need professional help, but I also  know first hand that you can’t ignore mental illness away even if you’d like to. And falling in love usually doesn’t fix it either.
I think the book did a great job at showing how difficult accepting yourself can be, but I think it could’ve handled the mental health aspect better. At the very latest when one of the main characters considers suicide. Again, that’s my personal opinion.
It’s hard for me to judge,  because I’ve never been in the hospital for a long time, I’ve never faced a traumatic injury, and I don’t want to make any assumptions on what it would do to you or feel like or how the hospital staff is trained to react to these things.
I can only judge the book I’ve read which was cute enough and entertaining for me to appreciate on a surface level but the more I think about the deeper issues the less i know I’d I truly liked it or if I liked the romanticised idea of a relationship developing like that.
Spoiler alert: The ending was super rushed, there was no satisfaction whatsoever, and what I had criticised about therapy earlier was first reluctantly touched on maybe on the last 10 pages or so, so there’s that.

Overall this was a 3.5/5 book for me, because it was both beautiful in it’s characters and story line but also quite troubling, so I don’t think I’ll recommend this to anyone.

There you go, a very difficult book review by me, I hope you kinda enjoyed it.
If you want to see what I’m reading follow me on Instagram or become my friend on Goodreads 🙂

Take care, stay healthy and read on.
Lena

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